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Die primäre Aufgabe eines Lebenslaufs ist es, den Personalverantwortlichen präzise, schnell und möglichst lückenlos über die bisherigen beruflichen Stationen zu informieren und seine fachlichen Qualifikationen zu dokumentieren.
Aus diesem Grund sind alle irrelevanten Informationen beim Erstellen eines Lebenslaufs auszulassen. Zu diesen Angaben gehören der Beruf der Eltern oder des Partners, politische oder religiöse Tendenzen (ausgenommen bei einer Bewerbung für eine Stelle bei einer politischen oder religiösen Institution) und Informationen, die den gesundheitlichen Zustand oder die finanzielle Situation beschreiben.

Welche Informationen gehören in einen Lebenslauf?


Persönliche Daten Vorname, Nachname, Adresse, Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsangehörigkeit, Familienstand, Kinder, Telefonnummer, E-Mail-Adresse

 Schulbildung und  Ausbildung

Bei der traditionellen Version des Lebenslaufs beginnt man mit der Volksschule (Grundschule) und endet mit der letzten beruflichen Ausbildung oder Weiterbildung. Hat man sich für die moderne "last job first" Variante entschieden, dann ist die Reihenfolge natürlich umgekehrt.

Berufliche Stationen Hier führt man seine bisher ausgeübten beruflichen Tätigkeiten und Dienstverhältnisse an. Für Berufseinsteiger empfiehlt es sich, hier auch alle bisherigen Ferialjobs oder Praktika aufzulisten, wenn diese für die aktuelle Bewerbung relevant sind. Um die Lückenlosigkeit des Lebenslaufs zu gewährleisten, sollte man auch eventuelle Karenzzeiten oder Arbeitslosigkeit im Lebenslauf anführen.

 Spezielle Kenntnisse

Verfügt man über zusätzliche Qualifikationen wie Sprachkenntnisse, Computerkenntnisse oder sonstige Fähigkeiten, die für die Bewerbung relevant sind, so kann man diese nach den beruflichen Stationen auflisten. Wichtig dabei ist es, auch den Grad der Kenntnisse anzugeben, also ob man Grundkenntnisse, fortgeschrittene Kenntnisse oder sehr gute Kenntnisse besitzt. Gerade bei fachspezifischen Jobs in der IT-Branche sind diese Details meist sehr wichtig.

Hobbys und Freizeitinteressen
(nur bedingt)
In manchen Berufssparten kann die Auflistung der Hobbies und Freizeitinteressen durchaus nützlich sein. Allerdings sollte man diese Angaben nur einbinden, wenn auch wirklich ein Bezug zur angestrebten beruflichen Position herzustellen ist. So kann zum Beispiel eine Mitgliedschaft in einem ehrenamtlichen Verein auf ein hohes Maß an sozialer Kompetenz hinweisen. Bewirbt man sich um eine Stelle bei einem sozialen Verein, kann diese Tatsache im Lebenslauf durchaus mitentscheidend sein.


Aufbau und Form des Lebenslaufs

Um ein einheitliches Erscheinungsbild und eine gute Leserlichkeit zu gewährleisten, sollte man darauf achten, für den Lebenslauf den selben Schrifttyp, die selbe Schriftfarbe und den gleichen Zeilenabstand, wie in den übrigen Dokumenten zu verwenden. Die Auflistung der einzelnen Punkte sollte klar strukturiert, übersichtlich und schnell lesbar sein.

Keinesfalls sollte der Lebenslauf einen Textumfang von drei Din-A4-Seiten überschreiten. Hat man mit den drei Seiten nicht genug Raum um seine Tätigkeiten zu beschreiben, dann empfiehlt es sich, eine gesonderte Projekt- oder Tätigkeitsliste anzuhängen.

Der Übersicht halber sollte die Auflistung der Bereiche zweispaltig erfolgen. In der linken Spalte sollte der Überbegriff stehen und in der rechten Spalte sind die Details anzugeben. Wie auch bei den restlichen Bewerbungsdokumenten sollte man penibelst auf eine korrekte Rechtschreibung und eine präzise Formulierung achten.
Beispiele:

Persönliche Daten:  

Vor- und Zuname: 
Adresse: 

Geburtsdatum: 
......

Andreas Fritsch 
Fritschstraße 11 
8430 Fritsch
12.03.1985 
.....

Beruflicher Werdegang:  

Sept. 2003 - Juli 2005




.....

Fa. Geiger, Grafikdesigner 
Aufgabenbereiche: 
Erstellung von Werbeflyern 
Erstellung von Unternehmenspräsentationen 
Corporate Design für namhafte Kunden 
.....


Mit Foto oder ohne?


Die Frage, ob man seinem Lebenslauf ein Foto beifügt oder nicht, hängt vom Aufbau der restlichen Bewerbungsdokumente ab.
Hat man sich entschieden ein Deckblatt zu verwenden, kann man das Foto auch auf dem Deckblatt einfügen. Möchte man sein Foto jedoch im Lebenslauf veröffentlichen, dann sollte man es rechts oben positionieren.

Zum Abschluss des Lebenslaufs gehören noch links unten der Ort und das aktuelle Datum eingefügt und rechts unten eine Unterschriftszeile mit dem eigenen Namen in Maschinenschrift darunter.

Versendet man den Lebenslauf mittels Brief, so sollte man nicht vergessen, den Lebenslauf zu unterzeichnen. Bei elektronischem Versand kann man seine Unterschrift mittels Scanner digitalisieren und anschließend oberhalb der Unterschriftszeile einfügen.
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Lebenslauf anders gestalten

Ausführlicher Lebenslauf

Gelegentlich wird von einem Bewerber ein ausführlicher Lebenslauf verlangt. Bei dieser Art von Lebenslauf handelt es sich um eine erzählerisch gestaltete Inhaltsangabe der wichtigsten Punkte seines Lebens. Also ein Aufsatz über sich selbst, wenn man so will. Dadurch bietet sich die interessante Möglichkeit, auch persönliche Entwicklungen und Erfahrungen einfließen zu lassen.


Talent ist gefragt

Schreiben ist nicht jedermanns Sache. Darum kann es sehr hilfreich sein, sich vor dem Verfassen des ausführlichen Lebenslaufs Gedanken darüber zu machen, wie man Situationen aus seinem Leben mit dem angestrebten Beruf am besten verbinden könnte.
Strebt man zum Beispiel eine Beschäftigung als Verkäuferin an und man hat in den Ferien immer im Laden der Eltern mitgeholfen, dann ist es durchaus nützlich, auf diese Tatsache hinzuweisen, um einen Bezug zur angestrebten Stelle herzustellen. Die Erwähnung der Tätigkeit im Laden der Eltern lässt den Schluss zu, dass man durchaus Erfahrung im Umgang mit Kunden hat und gewisse Abläufe im Geschäftsbereich bereits kennt.
Kann man zwei bis drei dieser Bezüge herstellen, so entsteht ein persönlicher roter Faden, der sich durch den Lebenslauf zieht und die persönliche Einstellung zum gewünschten Beruf verdeutlicht.

Auch wenn man mehr Parallelen zwischen persönlichen Erfahrungen und Beruf ziehen könnte, sollte man sich nur auf die Wichtigsten beschränken, um den Lebenslauf nicht in eine Autobiographie ausarten zu lassen.

Der ausführliche Lebenslauf sollte das Ausmaß von einer bis eineinhalb Din-A4 Seiten nicht überschreiten, um lesbar zu bleiben.


Handarbeit gewünscht?

Selten, aber doch wird ein Lebenslauf in handschriftlicher Form verlangt.

In diesem Fall sollte man auf jeden Fall ein Duplikat auf dem Computer erstellen und beilegen. Nicht jede Handschrift ist gut leserlich und so bietet man dem Leser eine Hilfestellung bei etwaigen Unleserlichkeiten.

Da der handschriftliche Lebenslauf auf unliniertem Papier verfasst werden sollte, ist es ratsam sich ein Blatt liniertes Papier unterzulegen um ein gerades Schriftbild zu erhalten.

Da die Unternehmen, die einen handgeschriebenen Lebenslauf verlangen, meist ein graphologisches Gutachten erstellen lassen, um Rückschlüsse auf die Persönlichkeit des Bewerbers zu erhalten, sollte man sich genügend Zeit nehmen, um den Lebenslauf sorgfältig und sauber zu erstellen. Eine verwischte Schrift auf fleckigem, zerknittertem Papier hinterlässt auch ohne Gutachten einen schlechten Eindruck.