Hat man die erste Hürde genommen und eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bekommen, steht einem der wohl wichtigste Teil der Bewerbungsprozedur bevor. Um beim Bewerbungsgespräch einen möglichst guten Eindruck zu hinterlassen und die angebotene Chance nicht zu verspielen, sollte man auf einige essentielle Punkte achten.
Den zukünftigen Arbeitgeber auf sich warten zu lassen gilt als absolute Todsünde. Daher ist es ratsam, einen genügend großen Zeitrahmen einzuplanen in dem auch eventuelle Pannen oder Verspätungen berücksichtigt werden. Am besten geht man am Vortag früh zu Bett, um am Tag des Gesprächs frisch und ausgeruht zu erscheinen. Ist man zu früh am Zielort und es ist noch genügend Zeit vorhanden, so kann man ja noch ein wenig spazieren gehen, um eventuelle Anspannungen noch etwas zu mindern.
Oft ist es der Fall, dass man auf den Vorstellungstermin im Empfangsbereich der zuständigen Person warten muss. Auch in dieser Situation sollte man gute Kinderstube und höfliches Benehmen zeigen. Manche Vorgesetze fragen durchaus auch ihre Sekretärinnen nach deren Eindruck von einem Bewerber.
Anhand der Körpersprache kann man einiges über die mentale Verfassung und Einstellung seines Gegenübers erfahren. Wenn man bewusst darauf achtet, gewisse Haltungen zu vermeiden, kann man verhindern, dem Gegenüber einen unbewusst negativen Eindruck zu vermitteln. Hier einige Tipps zur Körpersprache:
- Sichtbarkeit der Hände: Die Hände sollten offen sichtbar sein und nicht in den Taschen oder hinter dem Rücken verborgen sein. Versteckte Hände signalisieren dem Gegenüber, dass man etwas zu verbergen hat.
- Die Arme nicht verschränken: Verschränkt man die Arme vor der Brust, so symbolisiert dies einen Schranken und damit die Ablehnung seines Gegenübers.
- Gestik: Hat man die Angewohnheit seine Ausführungen mittels Gestik zu unterstreichen, sollte man darauf achten, seine Bewegungen nicht unterhalb der Hüfte enden zu lassen. Generell kann man sagen, dass Gesten, die nach oben ausgeführt werden, positiver bewertet werden als Bewegungen nach unten.
- Nervosität bewusst unterdrücken: Jeder kennt das Gefühl der Nervosität. Man reibt sich die Hände, man kratzt sich ständig, reibt die Hände an den Oberschenkeln, wippt mit den Knien oder Sonstiges. Achtet man bewusst auf diese Verhaltensweisen, dann kann man versuchen sie zu unterdrücken.
- Maskuline Gestik: Bei Männern signalisiert eine breitbeinige Körperhaltung meist Rivalitätsbereitschaft oder Arroganz. Darum sollte man die Beine parallel zu einander stellen und mit gerader Wirbelsäule sitzen.
Ist man als erster im Raum und der Raum wird vom Interviewer betreten, so hat man in der Regel aufzustehen. Ausnahmsweise gilt diese Benimmregel auch für weibliche Bewerber. Falls einem der Händedruck angeboten wird, erwidert man diesen und stellt sich mit seinem vollen Namen vor.
Im Laufe des Gespräches sollte immer wieder auf die eigene Körpersprache geachtet werden und dadurch einen positiven und entspannten Eindruck zu vermitteln. Bei Erklärungen des Interviewers sollte man durch Augenkontakt und fallweises Nicken seine Aufmerksamkeit demonstrieren. Antwortet man auf Fragen und es sind mehrere Personen im Raum, dann sollte man von Zeit zu Zeit auch den Blickkontakt zu den anderen Personen suchen, damit auch sie sich angesprochen fühlen. Zwischenfragen zu stellen ist meistens erwünscht und wird als sehr positiv bewertet, da man dadurch Interesse zeigt. Vorausgesetzt man fällt niemandem ins Wort.
Einfach freundlich und locker
Obwohl man immer auf die grundlegenden Verhaltensregeln achten sollte, sind eine freundliche Ausstrahlung und eine lockere Art genau so wichtig. Wer verklemmt und unsicher auftritt, der wird gegenüber den selbstbewussteren Bewerbern wohl den kürzeren ziehen.