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Assessment-CenterAssessment-Center – Bewerber im Härtetest
Bei der Auswahl von Bewerbern für gut bezahlte und gefragte Berufe hat sich der so genannte "Assessment-Test" eingebürgert, um die fähigsten Bewerber aus der Masse herauszusieben.
Ursprünglich vom Militär entwickelt konnte sich dieses Auswahlverfahren vor etwa 50 Jahren auch im Personalbereich durchsetzen, um die Bewerber in den unterschiedlichsten Bereichen auf die Probe zu stellen.
Auswahl unter Druck
Der englische Begriff "Assessment" bedeutet nichts anderes als "Beurteilung" und darum geht es schließlich bei dieser Art des Auswahlverfahrens.
Eine Kommission aus Psychologen, Personalentscheidern und Vorgesetzten beurteilen und beobachten die Verhaltensweise und die Leistungsfähigkeit eines Bewerbers unter Zuhilfenahme von "realitätsnahen" Tests, in denen berufliche Situationen simuliert werden.
Ein solcher Test könnte in etwa daraus bestehen, dass der Bewerber mit einem wütenden Kunden konfrontiert wird und unter zeitlichem Druck die bestmögliche Lösung für das fiktive Problem des Kunden finden soll. Da der Leistungsdruck und die Methodik eines solchen Tests nicht jedermanns Sache ist, ist die mitunter sehr negative Meinung über diese Art der Bewerberauswahl durchaus verständlich.
Dennoch, gerade in höheren beruflichen Positionen kommt es heutzutage sehr oft darauf an, mit Stress und Leistungsdruck gezielt umgehen zu können und die Nerven zu behalten. Schließlich müssen auch in solchen Situationen die richtigen Entscheidungen getroffen werden können. Da sich ein Unternehmen in jeder Situation auf die Urteilskraft des Mitarbeiters verlassen können muss, ist eine Überprüfung auf eine gewisse Stressresistenz durchaus legitim. Schließlich kann eine falsche Entscheidung eines Verantwortlichen viel Geld und somit auch Arbeitsplätze kosten. Kann man sich auf einen Assessment-Test vorbereiten?
Obwohl das Hauptaugenmerk bei einem Assessment-Test nicht so sehr auf dem fachlichen Wissen des Bewerbers liegt, ist eine Vorbereitung durchaus möglich.
Ein Anruf in der Personalabteilung des Unternehmens kann schon mal etwaige Unklarheiten in Bezug auf das Testverfahren beseitigen. Dabei kann man auch gleich erfragen, worauf man sich in etwa einstellen sollte. Da ein gewisser Teil des Testverfahrens auch aus schriftlichen Eignungstests besteht, kann man sich mit entsprechender Literatur helfen. Entsprechende Bücher und Informationen erhält man in jeder gut sortierten Buchhandlung oder im Internet.
Schwieriger wird es da schon bei den Persönlichkeitstests. Zwar kann man versuchen, sich gewisse Situationen vorzustellen und sein Verhalten vor dem Spiegel zu üben, aber ein allzu schauspielerisches Verhalten würde sicherlich auffallen und eher keinen guten Eindruck hinterlassen. Gerade bei Aufgaben, bei denen Teamgeist gefragt ist, sollte man sich nicht allzu sehr hinreißen lassen, seine Persönlichkeit ins Rampenlicht zu rücken. Bei diesen Aufgaben ist ein konstruktives Miteinander gefragt, um so maßgeblich an der Lösung der Gesamtaufgabe mitzuwirken. Dabei sollte man die eigenen Standpunkte durchaus vertreten, aber auch die Meinungen der anderen Teammitglieder gelten lassen. Teamgeist und kooperatives Verhalten finden in einem Unternehmen eher einen Platz als Egomanie und Selbstsucht. Was nützt einem Unternehmen schließlich ein Mitarbeiter, mit dem niemand etwas zu tun haben will? |