Lebenslauf: So erstellen Sie ihn vollständig und übersichtlich!

Lebenslauf

Unter einem Lebenslauf versteht man die chronologisch geordnete, tabellarische Aufzählung der für den Arbeitgeber relevanten Stationen seines bisherigen Lebens. Die Reihenfolge der Auflistung kann in zwei Varianten erfolgen:

Bei der traditionellen Variante erfolgt die Auflistung der einzelnen Station in aufsteigender Reihenfolge, bei der modernen “last job first” Variante hingegen beginnt man mit der aktuellen Anstellung als erstes. Ist die bisherige Berufslaufbahn sehr umfangreich, so sollte man der Übersicht halber die moderne “last job first” Variante bevorzugen.

Unwichtige Informationen die in keinem Zusammenhang mit der ausgeschriebenen Stelle stehen, haben in einem Lebenslauf nichts zu suchen. Zu diesen Angaben gehören der Beruf der Eltern oder des Partners, politische oder religiöse Tendenzen (ausgenommen bei einer Bewerbung für eine Stelle bei einer politischen oder religiösen Institution) und Informationen, die den gesundheitlichen Zustand oder die finanzielle Situation beschreiben.

 

Welche Informationen gehören in einen Lebenslauf?

  • Persönliche Daten
    Vorname, Nachname, Adresse, Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsangehörigkeit, Familienstand, Kinder, Telefonnummer, E-Mail-Adresse
  • Schulbildung und  Ausbildung
    Bei der traditionellen Version des Lebenslaufs beginnt man mit der Volksschule und endet mit der letzten beruflichen Ausbildung oder Weiterbildung. Hat man sich für die moderne “last job first” Variante entschieden, dann ist die Reihenfolge natürlich umgekehrt.
  • Berufliche Stationen
    Hier führt man seine bisher ausgeübten beruflichen Tätigkeiten und Dienstverhältnisse an. Für Berufseinsteiger empfiehlt es sich, hier auch alle bisherigen Ferialjobs oder Praktika aufzulisten, wenn diese für die aktuelle Bewerbung relevant sind. Um die Lückenlosigkeit des Lebenslaufs zu gewährleisten, sollte man auch eventuelle Karenzzeiten oder Arbeitslosigkeit im Lebenslauf anführen.
  • Spezielle Kenntnisse
    Verfügt man über zusätzliche Qualifikationen wie Sprachkenntnisse, Computerkenntnisse oder sonstige Fähigkeiten, die für die Bewerbung relevant sind, so kann man diese nach den beruflichen Stationen auflisten. Wichtig dabei ist es, auch den Grad der Kenntnisse anzugeben (Grundkenntnisse, fortgeschrittene Kenntnisse oder sehr gute Kenntnisse) besitzt. Gerade bei fachspezifischen Jobs in der IT-Branche sind diese Details meist sehr wichtig.
  • Hobbys und Freizeitinteressen (nur bedingt)
    In manchen Berufssparten kann die Auflistung der Hobbies und Freizeitinteressen durchaus nützlich sein. Allerdings sollte man diese Angaben nur einbinden, wenn auch wirklich ein Bezug zur angestrebten beruflichen Position herzustellen ist. So kann zum Beispiel eine Mitgliedschaft in einem ehrenamtlichen Verein auf ein hohes Maß an sozialer Kompetenz hinweisen. Bewirbt man sich um eine Stelle bei einem sozialen Verein, kann diese Tatsache im Lebenslauf durchaus mitentscheidend sein.

 

Aufbau und Form des Lebenslaufs

Um ein einheitliches Erscheinungsbild und eine gute Leserlichkeit zu gewährleisten, sollte man darauf achten, für den Lebenslauf den selben Schrifttyp, die selbe Schriftfarbe und den gleichen Zeilenabstand, wie in den übrigen Dokumenten zu verwenden. Die Auflistung der einzelnen Punkte sollte klar strukturiert, übersichtlich und schnell lesbar sein. Keinesfalls sollte der Lebenslauf einen Textumfang von drei Din-A4-Seiten überschreiten.

Wie auch bei den restlichen Bewerbungsdokumenten sollte man genauestens auf eine korrekte Rechtschreibung und eine präzise Formulierung achten.

Die Auflistung der Bereiche erfolgt zweispaltig. In der linken Spalte sollte der Überbegriff stehen und in der rechten Spalte sind die Details anzugeben.

Beispiel:

Persönliche Daten:
Vor- und Zuname:
Adresse:Geburtsdatum:
……
Andreas Fritsch
Fritschstraße 11
8430 Fritsch
12.03.1985
…..
 Beruflicher Werdegang:
Sept. 2003 – Juli 2005….. Fa. Geiger, Grafikdesigner
Aufgabenbereiche:
Erstellung von Werbeflyern
Erstellung von Unternehmenspräsentationen
Corporate Design für namhafte Kunden
…..

Damit der Lebenslauf vollständig ist, sollte dem Lebenslauf ein Foto hinzugefügt werden, das oben rechts positioniert wird.

Zum Abschluss des Lebenslaufs gehören noch links unten der Ort und das aktuelle Datum eingefügt und rechts unten die handschriftliche Unterschrift.

Handarbeit gewünscht?

Selten, aber doch wird ein Lebenslauf in handschriftlicher Form verlangt. Da der handschriftliche Lebenslauf auf unliniertem Papier verfasst werden sollte, ist es ratsam sich ein Blatt liniertes Papier unterzulegen um ein gerades Schriftbild zu erhalten.

Unternehmen, die einen handgeschriebenen Lebenslauf verlangen, lassen meist ein graphologisches Gutachten erstellen, um Rückschlüsse auf die Persönlichkeit des Bewerbers zu erhalten. Aus diesem Grund sollte man sich genügend Zeit nehmen, um den Lebenslauf sorgfältig, sauber und gut lesbar zu erstellen. Eine verwischte Schrift auf fleckigem, zerknittertem Papier hinterlässt auch ohne Gutachten einen schlechten Eindruck.

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Kommentare
  1. Christopher | Antworten
  2. Aron | Antworten
  3. Anton F. | Antworten

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