Assessment-Center: „Kühlen Kopf bewahren!“ ist die Devise!

Bei der Auswahl von Bewerbern für gut bezahlte und gefragte Berufe hat sich in den letzten Jahren der so genannte „Assessment-Test“ eingebürgert, um die fähigsten Bewerber aus der Masse auszusieben.

Auswahl unter Druck

Der englische Begriff „Assessment“ bedeutet nichts anderes als „Beurteilung“ und darum geht es bei dieser Art des Auswahlverfahrens. Eine Kommission aus Psychologen, Personalentscheidern und Vorgesetzten beurteilt und beobachtet die Verhaltensweise und die Leistungsfähigkeit eines Bewerbers unter Zuhilfenahme von „realitätsnahen“ Tests, in denen berufliche Situationen simuliert werden. Ein solcher Test könnte in etwa daraus bestehen, dass der Bewerber mit einem wütenden Kunden konfrontiert wird und unter zeitlichem Druck die bestmögliche Lösung für das fiktive Problem des Kunden finden soll.
Der Grund für Tests dieser Art liegt darin, dass es heutzutage gerade in höheren beruflichen Positionen sehr oft darauf ankommt, mit Stress und Leistungsdruck gezielt umzugehen und die Nerven zu behalten. Schließlich müssen auch in schwierigen Situationen und unter Zeitdruck die richtigen Entscheidungen getroffen werden können. Ein Unternehmen muss sich in jeder Situation auf die Urteilskraft des Mitarbeiters verlassen können, weshalb eine Überprüfung auf eine gewisse Stressresistenz durchaus sinnvoll und legitim ist. Eine falsche Entscheidung eines Verantwortlichen kann viel Geld und somit auch Arbeitsplätze kosten.

Wie man sich auf das Assessment-Center vorbereiten?

Obwohl das Hauptaugenmerk bei einem Assessment-Test nicht so sehr auf dem fachlichen Wissen des Bewerbers liegt, ist eine Vorbereitung durchaus möglich. Ein Anruf in der Personalabteilung des Unternehmens kann schon mal etwaige Unklarheiten in Bezug auf das Testverfahren beseitigen und man erfährt vielleicht, worauf man sich ungefähr einstellen sollte.
Ein gewisser Teil des Testverfahrens besteht meist aus schriftlichen Eignungstests, auf die eine Vorbereitung mit entsprechender Literatur möglich ist. Schwieriger wird es da schon bei Persönlichkeitstests. Zwar kann man versuchen, sich gewisse Situationen vorzustellen und sein Verhalten vor dem Spiegel zu üben, aber ein allzu schauspielerisches Verhalten würde sicherlich auffallen und eher keinen guten Eindruck hinterlassen.

Teamfähigkeit ist gefragt

Gerade bei Aufgaben, bei denen Teamgeist gefragt ist, sollte man sich nicht allzu sehr hinreißen lassen, seine Persönlichkeit ins Rampenlicht zu rücken. Bei diesen Aufgaben ist ein konstruktives Miteinander von Bedeutung, um so maßgeblich an der Lösung der Gesamtaufgabe mitzuwirken. Dabei sollte man die eigenen Standpunkte durchaus vertreten, aber auch die Meinungen der anderen Teammitglieder gelten lassen.
Teamgeist und kooperatives Verhalten finden in einem Unternehmen eher einen Platz als Egomanie und Selbstsucht. Was nützt einem Unternehmen schließlich ein Mitarbeiter, mit dem niemand etwas zu tun haben will?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *