Ferialjob – was du beachten solltest

Die Sommerferien nahen mit großen Schritten, und wer noch keinen Ferialjob hat, der sollte sich beeilen! Grundsätzlich darf jeder Schüler und Student ab dem vollendeten 15. Lebensjahr in den Ferien arbeiten und sich so sein Taschengeld aufbessern – ob in einem frei gewählten Dienstverhältnis oder einem Pflichtpraktikum. Was es zu beachten gilt, erfahrt ihr hier:

Female seller in Parlor with ice cream cone

Bevor es mit dem Ferialjob losgeht

Auch wenn du in Nachbars Laden oder der Werkstatt eines Bekannten jobbst: Bestehe auf einen Arbeitsvertrag, in dem noch vor Antritt des Ferialjobs Eckdaten wie Beschäftigungsdauer, Entlohnung, Arbeitszeit und -ort und die genaue Tätigkeit schriftlich festgehalten werden. Dauert dein Ferialjob länger als einen Monat, muss dir der Arbeitgeber außerdem einen Dienstzettel aushändigen. Dir steht eine Entlohnung nach Kollektivvertrag bzw., sollte es keinen geben, eine deinen Tätigkeiten angemessene Bezahlung zu. Lass dich also nicht mit einem geringen Taschengeld abspeisen!

Während und nach getaner Arbeit

Auch wenn es vom Arbeitgeber nicht gefordert ist, schreib aus eigenem Interesse deine Arbeitszeiten genau mit – wann du beginnst, aufhörst und Pausen machst. Sollte es nämlich zu Streitigkeiten kommen, dienen deine Aufzeichnungen als Beweis – am besten lässt du sie dir auch vom Arbeitgeber unterschreiben.

Dein Dienstverhältnis endet automatisch mit Ablauf der vereinbarten Dauer, du musst also nicht extra kündigen. Du erhältst dann vom Arbeitgeber eine schriftliche Lohnabrechnung, in der Bruttolohn, Lohnsteuer, Sozialversicherungsbeitrag und sonstige Abgaben aufgelistet sind. Diese Abrechnung solltest du genau kontrollieren: Wurden etwaige geleistete Überstunden und Urlaubs- und Weihnachtsgeld (anteilig) sowie Urlaubsabfindung verrechnet? Fehlen Beträge, solltest du sie rasch einfordern, da diese offenen Ansprüche manchmal laut Kollektivvertrag nur binnen eines gewissen und meist kurzen Zeitraumes geltend gemacht werden können und danach zur Gänze entfallen!

Beantrage beim Finanzamt eine Arbeitnehmerveranlagung. Über diese bekommst du im Normalfall die bezahlte Lohnsteuer entweder teilweise oder sogar vollständig zurück.

Auch wenn dein Einkommen als Ferialjobber unter der lohnsteuerpflichtigen Grenze liegt, kannst du trotzdem einen Antrag auf Arbeitnehmerveranlagung stellen und erhältst bis zu 110 Euro an Negativsteuer zurück.

Während deiner Ferialarbeit bist du automatisch AK-Mitglied – du kannst dich mit Fragen und Problemen daher jederzeit an die Arbeiterkammer wenden. Alle Infos und Tipps zum Thema Ferialjob findest du außerdem auf der Arbeiterkammer Homepage.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *