Gelassen ins Bewerbungsgespräch

Heute werden Bewerbungsgespräche in nahezu allen größeren Firmen von erfahrenen Personalern geführt. Ihr Ziel ist es, nicht nur Fähigkeiten und Kompetenzen des Bewerbers abzufragen, sondern auch zu testen, wie schlagfertig, gelassen oder stressresistent er ist. Schließlich ist ein Vorstellungsgespräch für die meisten keine besonders angenehme Situation, und so zeigt sich im Gespräch recht schnell, wie gut oder schlecht jemand mit Stress umgehen kann.gelassen-ins-bewerbungsgespraech-job-at

Gelassenheit üben

Wer gut vorbereitet zu einem solchen Gespräch geht und über die gefragten Kompetenzen verfügt, braucht eigentlich nur noch Gelassenheit, um zu punkten. Und diese lässt sich trainieren, sagt der deutsche Karriereexperte Jürgen Hesse. Er rät, sich bei der Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch zu überlegen, welche Fragen einem unangenehm sein könnten – und sich passende Antworten einfallen zu lassen. Das könnte zum Beispiel die Frage nach dem Grund für eine längere Lücke im Lebenslauf sein. Wer darauf eine plausible Antwort geben kann (etwa eine schon lang geplante Auslandsreise) und nicht versucht, der Frage auszuweichen, dem sollte daraus kein Problem entstehen.

Gegenfragen stellen

Eine Strategie kann auch sein, Gegenfragen zu stellen, wenn einen eine Frage in Bedrängnis bringt. Zum Beispiel: „Was ist der Hintergrund für diese Detailfrage?“ oder „Inwiefern ist dieses Thema für die offene Stelle relevant?“ Bevor man unwahre oder unwirsche Antworten gibt, ist dieser Weg der bessere – vor allem, weil solche Fangfragen oft gar nicht so sehr auf den Inhalt der Antwort abzielen, sondern damit vielmehr die Stressresistenz des Bewerbers geprüft werden soll. Wer sich nicht aus der Ruhe bringen lässt und vielleicht sogar mit Humor punkten kann, macht Eindruck.

Integrität und Souveränität

Unbedingt vermeiden sollte man, Fragen wie „Warum waren Sie gleich dreimal nur ein paar Monate in einer Firma beschäftigt? Gab es Probleme mit dem Chef?“ damit zu beantworten, dass man schlecht über ehemalige Chefs oder auch Kollegen spricht. Denn damit ist man nicht integer, was für den ersten Eindruck entscheidend ist. Integrität ist sehr wichtig und sollte daher gleich beim ersten Gespräch erkennbar sein, meint Hesse. Und sollte man eine Frage nicht ad hoc beantworten können, sollte man das auch mitteilen und sich Zeit zum Nachdenken erbitten. Das signalisiert nicht Schwäche, sondern zeigt, dass man sich ernsthaft mit der Fragestellung und mit dem Gesprächspartner auseinandersetzt. Wie in jedem Gespräch ist es außerdem wichtig, auf Reaktionen und Botschaften seines Gegenübers zu achten und nicht etwa in einen Monolog zu verfallen. Gut zuzuhören und an passenden Stellen nachzufragen, kommt meistens gut an!

Jobs-Jobsuche

Quelle: www.zeit.de

Kommentare
  1. Harald-René Flasch | Antworten
  2. marketing | Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *