No-Gos beim Bewerbungsgespräch

Was gibt es Schlimmeres, als gleich beim ersten Gespräch mit dem potentiellen Arbeitgeber in ein Fettnäpfchen zu stolpern. Folgen weitere, so kann man das Gespräch unter der Rubrik „Erfahrung“ verbuchen. Sich ohne Aufforderung zu setzen, ist in etwa so fatal wie in einer Jogginghose zu erscheinen. Den Bewerbungsknigge sollte man also beherrschen, bevor man zum Vorstellungsgespräch antritt.

Zu einer guten Vorbereitung gehört es, sich angemessen zu kleiden, den Namen des Gesprächspartners zu kennen und sich mit der Firma auseinandergesetzt zu haben.

Aber Achtung! Es gibt einige Fauxpas, die Sie kennen sollten:

No-Go

Nicht Sie führen Regie
Selbstbewusstes Auftreten ist positiv, aber Sie sollten das Zepter nicht selbst in die Hand nehmen. Deshalb: Setzen Sie sich erst, wenn Sie dazu aufgefordert werden. Warten Sie die Fragen des Gesprächspartners ab, bevor Sie munter draufloserzählen oder ihn gar selbst mit Fragen löchern und beenden Sie das Gespräch nicht selbst. Interessierte Zurückhaltung im Vorstellungsgespräch ist noch immer eine Tugend.

Niemals ein Höflichkeitsangebot ablehnen
Lehnt man gleich zu Anfang ein (alkoholfreies) Getränkeangebot ab, so signalisiert man, dass man das Gespräch lieber zu einem schnellen Ende bringen will. Auch wenn Sie keinen Kaffee trinken (Wasser trinkt jeder) oder keinen Durst haben, nehmen Sie das Angebot lieber an. Das lockert die Atmosphäre auf und gilt als Eisbrecher.

Körperhaltung
Mimik und Gestik werden oft unterschätzt, haben aber tatsächlich einen großen Einfluss auf die Personalentscheidung − und das bereits in den ersten Minuten. Eine lockere (nicht zu legere), aufrechte, leicht nach vorn gebeugte und dem Gesprächspartner zugewandte Sitzhaltung ist ideal. Vermeiden Sie es, verkrampft auf der äußersten Stuhlkante mit verschränkten Armen zu sitzen. Ein freundliches Auftreten (kein Dauergrinsen) und Blickkontakt, ohne seinen Gesprächspartner anzustarren, wirken am sympathischsten.

Die Wahrheit nicht zu weit auslegen
Versprechen Sie nichts, was Sie nicht halten können! Sollten Sie angestellt werden, würde Ihre Flunkerei sofort auffallen und kann eine fristlose Kündigung zur Folge haben. Und am Ende schaden Sie sich nur selbst, wenn Sie geforderte Kompetenzen vortäuschen und dann vor unlösbaren Aufgaben stehen.

Sogenannte kritische Fragen nach Kinderwunsch, Heirat, Religionszugehörigkeit oder Krankheiten darf der Bewerber jedoch ohne weiteres mit einer Gegen- oder Ausweichfrage beantworten.
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Weitere No-Gos:

  • Über Urlaubstage, Prämien, Überstundenbezahlung von allein sprechen,
  • leise, unsicher und zu wenig sprechen,
  • sich abfällig über den ehemaligen Arbeitgeber äußern,
  • sich nicht seiner Schwächen bewusst sein,
  • keine Fragen über die Firma stellen, trotz Aufforderung (das signalisiert Desinteresse),
  • sich keine Gedanken über die Gehaltsvorstellungen gemacht zu haben.

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