Arbeitslos? So kommen Sie zu Ihrem Arbeitslosengeld

Wenn Sie als unselbstständiger Erwerbstätiger oder freier Dienstnehmer arbeitslos werden, haben Sie Anspruch auf Arbeitslosengeld – sofern Ihr Gehalt über der Geringfügigkeitsgrenze von derzeit 395,31 Euro lag.

Steuerausgleich

Wie komme ich zu Arbeitslosengeld?

Der erste Schritt ist die persönliche Antragstellung auf Arbeitslosengeld beim zuständigen Arbeitsmarktservice (das ist jene AMS-Stelle, in deren Bezirk Sie Ihren Wohnsitz bzw. ständigen Aufenthalt haben), und das am besten sofort. Das Arbeitslosengeld wird nämlich frühestens mit dem Tag der Antragstellung zuerkannt; wenn man also bereits einige Tage arbeitslos ist und sich nicht beim AMS arbeitslos meldet, bekommt man für diese Tage kein Geld! Also am besten schon vorher oder spätestens am ersten Tag der Arbeitslosigkeit beim AMS melden.

Dieser Antrag ist von Ihnen auszufüllen und mit einer Arbeitsbescheinigung zurückzubringen, falls die An- und Abmeldung durch Ihren ehemaligen Arbeitgeber nicht elektronisch erfolgt. Diese Bescheinigung enthält etwa Angaben zur Dauer und Art des Arbeitsverhältnisses sowie zur Beendigungsart.

Achtung! Die Beendigungsart beeinflusst den Beginn des Bezugs Ihres Arbeitslosengeldes: Wenn Ihr Dienstverhältnis aufgrund einer fristlosen Entlassung („schuldhafte“ Beendigung) oder einer freiwilligen Lösung geendet hat, bekommen Sie für die ersten vier Wochen kein Arbeitslosengeld!

Wie lange bekomme ich Arbeitslosengeld?

Die Dauer Ihres Bezuges hängt davon ab, wie lange Sie vor Ihrer Arbeitslosigkeit arbeitslosenversicherungspflichtig beschäftigt waren und wie alt Sie zum Zeitpunkt der Antragsstellung sind. Beantragen Sie zum ersten Mal Arbeitslosengeld und sind über 25 Jahre alt sind, müssen Sie innerhalb der letzten zwei Jahre mindestens 52 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigungszeiten nachweisen können.

Haben Sie bereits einmal Arbeitslosengeld bezogen, bekommen Sie es erneut, wenn Sie innerhalb der letzten 12 Monate insgesamt 28 Wochen arbeitslosenversicherungspflichtig beschäftigt waren.

Wie wird das Arbeitslosengeld berechnet?

Als Grundbetrag erhalten Sie 55% Ihres täglichen Nettoeinkommens, das sich aus der Beitragsgrundlage ergibt. Einen Ergänzungsbetrag bis 60 bzw. 80% des täglichen Nettoeinkommens erhalten Sie dann, wenn der Grundbetrag niedriger als der Ausgleichszulagenrichtsatz ist. Ausbezahlt wird das Arbeitslosengeld immer ca. um den 8. des Monats.

Darf ich zum Arbeitslosengeld dazu verdienen?

Ja – bis zur Geringfügigkeitsgrenze von derzeit 395,31 Euro. Sie müssen dem AMS jede Erwerbstätigkeit melden! Denn wenn Sie das nicht tun und bei einer nicht gemeldeten Tätigkeit angetroffen werden, verlieren Sie nicht nur das Arbeitslosengeld für die Dauer der Tätigkeit, sondern müssen sogar mit einer Rückforderung für zumindest vier Wochen rechnen.

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Alle Infos rund ums Arbeitslosengeld finden Sie hier.

Kommentare
  1. ivana | Antworten
  2. Job.at Team | Antworten

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