Geringeres Einkommen als der männliche Kollege? Fordern Sie Gerechtigkeit!

Noch immer verdienen Männer bei gleicher Tätigkeit im Durchschnitt mehr als Frauen. Das durchschnittliche Bruttojahreseinkommen von Frauen bei einer Vollzeitbeschäftigung lag 2011 bei 31.598 Euro und war somit um 18,5 Prozent niedriger als das der Männer, das bei 38.776 EUR lag (Quelle: Statistik Austria).
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Aufgrund der Steuerreform von 2009, die Erwerbstätige mit niedrigen Einkommen stärker entlastet, profitierten vor allen die Frauen. Demzufolge ist der geschlechtsspezifische Unterschied im Nettojahreseinkommen (Brutto-Netto-Rechner) von 34,7 Prozent in 2000 auf 32,1 Prozent in 2011 gesunken. Die Ausweitung der Teilzeitbeschäftigung erhöhte den Anteil bei Frauen auf 44,9 Prozent in 2012. In Gegensatz nimmt die Teilzeitbeschäftigung nur einen geringen Stellenwert bei Männern ein und lag 2012 bei 9 Prozent. In 2012 waren fast 81 Prozent aller Teilzeitbeschäftigten in Österreich Frauen (Quelle: Statistik Austria).

Mit steigendem Alter und Berufserfahrungen steigen in der Regel auch die Gehälter. Dennoch ist festzuhalten, dass der Verdienst von Männern bei der Altersgruppe über 30 Jahren stärker zunimmt als bei Frauen. Im Durchschnitt verdienen Frauen unter 30 Jahren zirka 15 Prozent weniger als ihre männlichen Mitstreiter. Aber im Vergleich zu Frauen in Alter von 50 bis 59 Jahren stieg die Differenz zu den Männern auf 28 Prozent an (Quelle: www.news.at).

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Fordern Sie eine leistungsgerechte Entlohnung – unabhängig vom Geschlecht

Studien und Umfragen zum Thema bestätigen, dass Frauen in Gehaltsverhandlungen zurückhaltender auftreten, sich mit geringeren Gehältern zufrieden geben und sich mit der „gläsernen“ Decke abfinden. Was tun, wenn sich herausstellt, dass das eigene Gehalt signifikant geringer ist als bei den männlichen Kollegen für die gleiche Arbeit?

Der erste Schritt ist die Forderung einer Gehaltserhöhung. Der Vorgesetzte kommt selten von alleine auf seine Angestellten mit einer Gehaltserhöhung zu. Wenn zudem nie eine Gehaltserhöhung eingefordert wird, entsteht der Eindruck, dass die Mitarbeiterin sich selbst zu wenig zutraut. In der Regel kann aller ein bis zwei Jahre eine Gehaltserhöhung angefragt werden. Doch Frauen bitten hingegen nur aller zwei bis drei Jahre um eine Erhöhung. Der beste Augenblick ist gegeben, wenn das Unternehmen gerade finanziell gut aufgestellt ist, ein Auftrag durch die eigene Mitarbeit erfolgreich abgeschlossen wurde und die eigene Arbeitsleistung auch von anderen im Team zur Kenntnis genommen wird.

Die Höhe der Forderung nach mehr Geld sollte gerechtfertigt sein. Vor dem Gespräch mit dem Chef muss sich im Vorfeld gut überlegt werden, wie hoch die Gehaltserhöhung ausfallen soll. Dabei ist entscheidend, selbstbewusst und objektiv seine eigene Arbeit zu bewerten und schon eine konkrete Zahl zu haben. Es ist unbedingt zu vermeiden, als Bittstellerin aufzutreten und der Gehaltswunsch sollte etwas höher angesetzte werden, als die tatsächlich gewünscht Erhöhung. Das eigene Gehalt ist eine Verhandlungssache und ein Spielraum daher empfehlenswert. Dabei hilft die Recherche im Internet nach dem branchenüblichen Gehalt, um eine realistische Gehaltserhöhung einfordern zu können.

Die Vorbereitung von schlagkräftigen Argumenten ist unerlässlich um die die Höhe der Gehaltserhöhung zu rechtfertigen.

Kommentare
  1. Giorgini | Antworten
  2. Robertsaug | Antworten

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