Kein Gehalt am Konto? Lassen Sie sich das nicht gefallen!

Laut Gesetz ist der Arbeitgeber verpflichtet, seinen Arbeitern und/oder Angestellten das Gehalt rechtzeitig zu überweisen. Rechtzeitig bedeutet, dass das Geld am Fälligkeitstag – meist ist dies der letzte Tag eines Monats – auf dem Konto verfügbar sein muss. Doch so mancher Arbeitnehmer erlebt am Monatsanfang eine unangenehme Überraschung: Das Gehalt ist nicht da – dennoch müssen Miete, Fixkosten und Rechnungen bezahlt werden.

Kein Gehalt am Konto? Lassen Sie sich das nicht gefallen!

Wahren Sie Ihre Rechte

Wenn Arbeitnehmer feststellen, dass ihr Gehalt nicht wie vereinbart überwiesen wurde, reagieren sie zu Recht verärgert. Dennoch sollten sie zuerst das persönliche Gespräch suchen. Die meisten Unternehmen überweisen die Gehälter mittlerweile per Online-Banking. So bequem diese Vorgehensweise auch ist – sie birgt leider auch so manche Fehlerquelle. Ein defektes Computersystem oder Probleme mit der Internetverbindung können die Zahlungen verzögern.

Sprechen Sie Ihren Chef oder die zuständige Person direkt an und erklären Sie, dass Ihre Gehaltszahlung noch nicht auf Ihrem Girokonto eingetroffen ist. Möglicherweise liegt der Fehler auch bei der Bank und kann von Ihrem Vorgesetzten telefonisch geklärt werden.

 

 Zahlungsschwierigkeiten des Arbeitgebers: So reagieren Sie richtig!

Wenn das Unternehmen unter finanziellen Problemen leidet, wurden die Gehälter womöglich mit Absicht zurückgehalten. In diesem Fall haben Arbeitnehmer mehrere Möglichkeiten:

1. Die mündliche Zahlungsaufforderung
In Ihrem ersten Schritt müssen Sie Ihren Chef unmissverständlich auffordern, das ausstehende Gehalt zu zahlen. Nehmen Sie zu diesem Gespräch am besten den letzten Kontoauszug als Beweis mit. Sollte eine Woche später noch immer kein Geld auf dem Konto sein, ist es an der Zeit für drastischere Maßnahmen.

2. Die schriftliche Zahlungsaufforderung
Fordern Sie Ihren Chef per eingeschriebenem Brief auf, Ihr Gehalt innerhalb einer angemessenen Frist zu überweisen. Wichtig: Das genaue Datum muss unbedingt deutlich aus dem Brief hervorgehen. Dehnen Sie die Nachfrist nicht unnötig in die Länge. Zehn Tage bis zwei Wochen sollten für säumige Unternehmer ausreichen.

Erklären Sie in diesem Schreiben auch Ihren berechtigten vorzeitigen Austritt, falls das Geld zum Stichtag noch ausständig sein sollte. Wenn bis dahin tatsächlich nicht gezahlt wurde, wird Ihre Austrittserklärung am Folgetag wirksam. Ihr Arbeitsverhältnis endet dann automatisch – Ihre Ansprüche bleiben aber ebenso wie bei einer ordnungsgemäßen Kündigung aufrecht.

3. Was tun bei Insolvenz des Arbeitgebers?
Bevor Sie Ihren berechtigten vorzeitigen Austritt erklären, sollten Sie sich jedoch davon überzeugen, dass gegen Ihren Arbeitgeber in der Zwischenzeit kein Insolvenzverfahren eröffnet wurde. In diesem Falle wäre Ihr Austritt nicht mehr möglich; Ihr Dienstverhältnis bliebe bis auf Weiteres aufrecht. Offene Ansprüche können dann nur mehr beim Insolvenzgericht angemeldet werden. Bei der IEF-Service GmbH können Sie danach das sogenannte Insolvenz-Entgelt beantragen. Darin sind alle Ansprüche wie zum Beispiel laufende Gehaltszahlungen, Abfertigung, Kündigungsentschädigung und Schadenersatzansprüche enthalten.

Kommentare
  1. Christina Abercrombie | Antworten
  2. Gottfried | Antworten
  3. Danny | Antworten

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