Arbeitssuchende aufgepasst: Der Leiharbeitssektor boomt!

Die sogenannte Arbeitskräfteüberlassung hat in den letzten Jahren in Österreich und ganz Europa einen regelrechten Boom erlebt. Seit dem Jahr 2000 hat der Arbeitskräfteverleih in Österreich einen Sprung um 160% gemacht (Quelle: BMASK).

Leiharbeit

Mittlerweile regeln der im Jahr 2002 in Kraft getretene Tarifvertrag der Leiharbeiterbranche und das Arbeitskräfteüberlassungsgesetz (AÜG) diese Form der Beschäftigung sehr gut.

Was ist Leiharbeit bzw. Personalleasing?

Ob von Leiharbeit, Zeitarbeit, Personalleasing oder Arbeitskräfteüberlassung die Rede ist, gemeint ist immer das Gleiche: Unternehmen können bei kurzfristigen Arbeitsspitzen gezielt und flexibel auf Leiharbeitnehmer zurückgreifen.

Das Arbeitsverhältnis wird aber nicht im klassischen Sinn durch einen Arbeitsvertrag zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber geregelt. Laut Arbeitsüberlassungsgesetz (AÜG) handelt es sich um eine Dreiecksbeziehung, in der Leiharbeitnehmer, Überlasser (die Zeitarbeitsfirma) und Beschäftiger in einem spezifischen Verhältnis zueinander stehen. Dabei sind die Leiharbeitnehmer beim Überlasser angestellt, der die Leiharbeitskraft vorrübergehend einem Dritten (Beschäftiger) zur Verfügung stellt.

Wie werden Leiharbeiter vergütet?

Getreu dem Motto „Gleiches Geld für gleiche Arbeit“ werden die Leiharbeiter entsprechend dem Kollektivvertrag der Firma, an die sie verliehen werden, entlohnt.

Sie erhalten somit das gleiche Gehalt wie ein Stammmitarbeiter.

Sollte das Gehalt des Beschäftigerbetriebes nicht mit dem Leiharbeits-Tarifvertrag übereinstimmen, so gilt das jeweils höhere Entgelt. In sogenannten Stehzeiten, in denen der Leiharbeiter keine Beschäftigung hat, richtet sich der Lohn nach dem Durchschnittsgehalt der letzten 13 Wochen.

Tipp: Leiharbeiter sollten bei der Unterzeichnung des Leiharbeits-Tarifvertrags darauf achten, dass die richtige Gehaltseinstufung erfolgt. Leiharbeiter mit einer Berufsausbildung stehen unter einem besonderen Schutz!

 

Teil 2: Was erwartet mich, wenn ich als Leiharbeiter beschäftigt werde?

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