Job-Hopping – ist der häufige Jobwechsel positiv?

War bis vor wenigen Jahren der Langzeitangestellte noch  ein Vorzeigebeispiel, so  gehört dieser heutzutage eher zur aussterbenden Spezies. Der häufige Stellenwechsel ist mittlerweile an der Tagesordnung. Was noch bis vor wenigen Jahren als Manko empfunden wurde, kann nun bei Arbeitgebern sogar hoch im Kurs stehen.

Job-Hopping scheint das Los der jungen Generation zu sein. Kaum irgendwo eingearbeitet, muss man sich schon wieder umgewöhnen. Globalisierung und die Schnelllebigkeit der Arbeitswelt führen dazu, dass immer mehr Menschen zu Job-Hoppern werden. Flexible Arbeitsverträge, lange Praktikumsstellen oder bessere Jobangebote können ein Grund dafür sein.

Die Arbeitssuche ruht nie, selbst dann nicht, wenn man sich in einer Anstellung befindet. Gerade junge Akademiker wollen verschiedene Erfahrungen sammeln und sind bestrebt aufzusteigen. Gehaltserhöhungen lassen sich besser durchzusetzen, wenn man den Job wechselt. Oft schwingt auch die Angst mit, dass der Arbeitsvertrag nicht verlängert wird, denn unbefristete Verträge gehören immer mehr der Vergangenheit an.

Ein Lebenslauf, der durch verschiedene Stationen ins Auge fällt, kommt nicht unbedingt schlecht an. Im Gegenteil: Achtet man auf bestimmte Dinge, kann man damit sogar punkten.

job hopper

Tipps für Job-Hopper

  • Nichts überstürzen: Versuchen Sie, zumindest zwei Jahre in einem Unternehmen zu bleiben
  • Stellen Sie Ihren ehemaligen Arbeitgeber nicht in ein negatives Licht
  • Verlassen Sie Ihr altes Unternehmen im Guten und fragen Sie immer nach einem Arbeitszeugnis
  • Bewahren Sie Kontinuität: Knüpfen Sie an vorhandene Qualifikationen an
  • Begründen Sie Ihren Wechsel auch mit den Vorzügen Ihres neuen Arbeitgebers, reine Karriereambitionen sprechen eher gegen Sie
  • In jedem Job müssen Sie sich neu beweisen, geben Sie deshalb in der Probezeit alles

Flexible Menschen, die in unterschiedlichen Bereichen gearbeitet haben, sollten auf den „roten Faden“ im Lebenslauf achten. Denn auch hier kann Kontinuität wichtiger sein als das jahrelange Verweilen in ein und derselben Firma und Position.

Viele Unternehmen sind heutzutage auf der Suche nach Leuten mit Weitblick, die unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben und soziale Kompetenzen besitzen. Ein Jobwechsel ist also auch manchmal erwünscht − beispielsweise in der Werbebranche. Gerade für junge Menschen zwischen 20 und 30 ist eine „Ausprobierphase“ sicher nicht der schlechteste Weg, eigene Interessen und Fähigkeiten zu erkunden.

Ein häufiger Jobwechsel hat demnach nicht immer etwas mit fehlendem Durchhaltevermögen zu tun. Ganz im Gegenteil: Man stellt damit unter Beweis, dass man flexibel ist, sich anpassen kann und seinen Horizont erweitert hat.

Fazit: Flexibilität ist von unschätzbarem Wert für Arbeitsgeber. Jobwechsler haben heutzutage bessere Chancen denn je. Nur eines hat sich nicht geändert: Motivation und Einsatzbereitschaft sind nach wie vor der Schlüssel zum Erfolg.

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