Kündigung: Wie verlasse ich mein Unternehmen richtig?

Der Arbeitsmarkt hat einen kompletten Wandel durchlebt. Von Job-Hoppern und Alles-in-Frage-Stellern ist die Rede. Ja, wir sind anders als die Generationen vor uns. Wir sind zunehmend auf der Suche nach einer Arbeit, bei der wir uns verwirklichen können, die uns Spaß macht und bei der wir das Gefühl haben, fair behandelt zu werden. Es ist daher nicht verwunderlich,  dass wir uns immer häufiger in Situationen befinden, in denen wir vor den Chef treten und ihm  beibringen müssen, dass es uns woandershin zieht.

kuendigung

Ein besseres Angebot, eine neue Herausforderung oder allgemeine Unzufriedenheit. Die Gründe für einen Wechsel sind vielfältig. Fakt ist aber, dass man nicht mehr in der Firma bleiben will. Die Vorfreude auf die neue Arbeitsstelle ist meist groß, aber eines steht noch bevor: Das Kündigungsgespräch. Eine unangenehme Situation, die man aber nicht umgehen kann. Ein Kündigungsgespräch sollte gut vorbereitet sein, so gut wie ein Vorstellungsgespräch, raten Jobexperten.

Sich im Guten zu trennen, ist die wichtigste Regel. Auch, wenn man sich schon lange vor der Kündigung in Gedanken ausgemalt hat, dass man zumindest dann dem Chef einmal richtig seine Meinung geigen kann und endlich alles auf den Tisch legt, ist das der falsche Weg. Eine Volksweisheit besagt, dass man sich immer zweimal im Leben trifft und wer will seinem Chef nach einer dramatischen Kündigungsszene schon erneut begegnen? Der wichtigste Grund ist aber, dass man sich damit zukünftige Chancen verbaut. Den ehemaligen Arbeitgeber könnte man dann niemals als Referenz angeben. Es kommt immer mal wieder vor, dass neue Arbeitgeber bei denen aus der Vergangenheit anrufen, um sich nach dem Bewerber zu erkundigen.

Bevor Sie den Kündigungsbrief abschicken, sollten Sie dem Chef persönlich gegenüber treten beziehungsweise ihn um einen Gesprächstermin bitten. Überlegen Sie sich vorher genau, was Sie sagen wollen. Egal wie angespannt die Atmosphäre ist, Ihre negativen Beweggründe sollten Sie aber in jedem Fall für sich behalten. Stattdessen teilen Sie Ihrem Chef lieber mit, dass Sie viel gelernt haben und neue Fähigkeiten entwickelt haben, die neue Stelle jedoch noch besser zu Ihren Kompetenzen passt, rät Steven Miranda, der Personalchef der Society for Human Resource Management[1].

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Vorsicht aber vor Bleibe-Angeboten! Sollte Ihnen Ihr Chef ein höheres Gehalt anbieten, so verzichten Sie lieber darauf. Zum einen untergräbt eine Annahme nämlich Ihre Glaubwürdigkeit und zum anderen wird Ihnen Ihr Chef nicht mehr vertrauen.

Zu einem souveränen Abgang gehört auch das Beenden der wichtigsten Aufgaben, das Löschen privater Dateien und auch wenn es schwer fällt: Engagement bis zum letzten Tag. Sich krankschreiben zu lassen, ist nicht gerade die feine englische Art und kann die gesamte Zeit, die Sie in der Firma verbracht haben, in den Schatten stellen.

Je besser Sie das Kündigungsgespräch über die Bühne bringen, desto positiver und unbelasteter können Sie die neue Position antreten!


[1] www.cio.de/karriere

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