Wie schreibt man einen Kündigungsbrief?

Der Gedanke ist gefasst, der neue Vertrag ist so gut wie unterschrieben, nun fehlt nur noch der Kündigungsbrief beim alten Unternehmen. Der sollte am besten erst dann verschickt oder abgegeben werden, wenn der Chef schon eingeweiht ist. Den Vorgesetzten schonend auf den Abgang vorzubereiten, kann manchmal unangenehme Reaktionen verhindern.

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Auch wenn es manch einem schwer fällt, sich von dem gewohnten Umfeld zu trennen, so sieht sich früher oder später jeder mit diesem Thema konfrontiert. Den Job auf Lebenszeit gibt es nicht mehr. Deswegen sollte man wissen, wie man einen Kündigungsbrief schreibt. Der Kündigungsbrief ist eine heikle Angelegenheit und sollte formal und rechtlich richtig verfasst werden. Schon kleine Formfehler können ein Kündigungsschreiben unwirksam machen. Wie also schreibt man den Kündigungsbrief genau?

Zuerst einmal: schwarz auf weiß muss es sein, sprich schriftlich und in Papierform. Formell gesehen ist die Kündigung recht simpel. Wichtig ist es, klar und eindeutig zu schreiben, dass Sie kündigen. Mit einem einfachen Satz, wie „Hiermit kündige ich meinen Arbeitsvertrag“ gehen Sie auf Nummer sicher. Platz für Interpretationen gibt es hier nicht. Wer zukünftige Ansichten äußert oder gar den Konjunktiv benutzt, läuft Gefahr, falsch verstanden zu werden. Somit wäre die Kündigung wirkungslos. Der zweite wichtige Teil ist die Kündigungsfrist. Diese ist in Ihrem Arbeitsvertrag festgeschrieben und hängt auch von der Dauer ab, die Sie im Unternehmen tätig waren. Beträgt die Kündigungsfrist beispielsweise drei Monate, so müssen Sie den Brief drei Monate vorher abgeben oder drei Monate vorher zur Post gebracht haben; es gilt der Poststempel. Gekündigt wird immer bis zum 15.  oder bis zum Monatsende. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie in die Kündigung schreiben: „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“.

Natürlich sollte die Kündigung mit dem richtigen Datum, einer Anrede und Ihrer Unterschrift versehen sein. Diese ist unerlässlich, da sie Ihre Kündigung bestätigt. Egal was Sie zur Kündigung bewegt, es geht den Arbeitgeber nichts an und muss auch nicht im Brief erwähnt werden. Eine Bestätigung seitens des Arbeitgebers ist auch nicht nötig.

Fristen können im Übrigen ganz aufgehoben werden, wenn sich beide Vertragspartner einig sind.

Beispiel:

Martin Maier
Königsstraße 10
1010 Wien

Wien, 02.04.2014

Traumjob GmbH
Frau Tanja Huber
Kaiserallee 40
1010 Wien

Kündigung

Sehr geehrte Frau Huber!

Hiermit kündige ich mein Arbeitsverhältnis unter Einhaltung der gesetzlichen bzw. (kollektiv-) vertraglichen Kündigungsfrist zum nächstmöglichen Termin.

Mit freundlichen Grüßen

(Unterschrift)
Martin Maier

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Nun stellt sich die Frage auf welchem Weg Sie Ihrem Noch-Arbeitgeber die Kündigung zukommen lassen. Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Entweder Sie schicken den Brief mit Einschreiben oder Sie übergeben ihn direkt beim Kündigungsgespräch. Letzteres ist sicher der elegantere und persönlichere Weg. Eine E-Mail, SMS oder ein Fax sind nicht gültig, ebenso nicht eine rein mündliche Kündigung.

Eine Kündigung ist sicher nichts Erfreuliches, für beide Seiten. Deswegen sollte man so diplomatisch wie möglich bleiben und nicht die Emotionen überschäumen lassen. Immerhin haben Sie auch eine Kündigungsfrist und wenn Ihnen noch Stolpersteine in den letzten Wochen in den Weg gelegt werden, haben Sie auch nichts davon!

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