Die „Generation Y“ verändert die Arbeitswelt

Die „Generation Y“, das sind wir, die jungen zwischen 1980 und 1995 Geborenen, die so kritisch alles hinterfragen und sich nicht in althergebrachte Strukturen zwängen lassen wollen. „Y“ wird im Englischen wie „why“ ausgesprochen, also „warum“ – das Wort, das unsere Generation kennzeichnet. Vielen fragen sich: „Warum soll ich auch von Punkt 9 bis 17 Uhr ,hackeln‘? Warum soll ich ein Leben lang einer Arbeit nachgehen, die mir keinen Spaß macht?“ Fragen und (Lebens)Einstellungen wie diese bringen viele Chefs derzeit zum Schwitzen – sie wissen nicht, wie sie mit uns umgehen sollen und was sie von uns erwarten können. Sie glauben, wir wären faul, würden anstatt an unsere Karriere nur an den Feierabend denken und wären typische Vertreter der „Spaßgesellschaft“.

Generation Y

Doch so ist es nicht – vielmehr sind wir dabei, die Arbeitswelt von gestern, die seit Jahrzehnten gewohnten Strukturen aufzubrechen und unsere eigenen Vorstellungen und Wünsche selbstbewusst zu vertreten. Wir haben gelernt, alles zu hinterfragen, und gleichzeitig stehen uns heute alle (beruflichen) Möglichkeiten offen. Das führt dazu, dass wir uns zum einen etwas orientierungslos permanent auf Sinnsuche befinden, zum anderen aber genau wissen: Ein Job soll für uns nicht einfach nur eine „Hackn“ sein, die den einzigen Zweck hat, Geld für das „richtige“ Leben herbeizuschaffen. Wir wollen einen Job, der uns Spaß macht, der Sinn gibt und den wir mit gestalten dürfen – im Einklang mit unseren Bedürfnissen.

Selbstverwirklichung im Job?

Selbstverwirklichung ist für viele ein Anliegen geworden, das auch im Berufsleben stattfinden soll, und nicht erst in der spärlichen Freizeit. Schrittweise hat sich die Arbeitswelt diesen Bedürfnissen schon angenähert, etwa mit Gleitzeit-Regelungen oder flacheren Hierarchien, doch noch dominiert die „Stechuhr-Zeit“: Das Beratungsunternehmens Gallup hat erhoben, dass 61 Prozent der deutschen Arbeitnehmer Dienst nach Vorschrift mit starren Arbeitszeiten machen, jeder vierte Beschäftigte hat innerlich gekündigt! Wenn das kein guter Grund ist, zu fragen „Warum? Warum soll ich bei etwas mitmachen, das auf Dauer krank und hochgradig unzufrieden macht?“ Die „Generation Y“ ist nicht faul, sie will arbeiten, nur eben anders. Und sie setzt ihre Vorstellungen langsam durch, was auch den Älteren zugute kommt, die sich nämlich laut Studien genauso nach mehr Freiräumen, Flexibilität, Sinn, Lob und Anerkennung im Beruf sehnen wie wir. Wenn uns das gelingt, schaffen wir eine Arbeitswelt, die uns allen guttut und weniger vom Zwang geprägt ist, Geld zu verdienen als vielmehr von der Freude an der Arbeit und der eigenen Leistung.

Quelle: www.zeit.de

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Kommentare
  1. Sebastian Graf | Antworten

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