Psychoterror am Arbeitsplatz – Mobbing kann jedem passieren!

Stress am Arbeitsplatz ist heutzutage keine Seltenheit. Doch muss unterschieden werden in Stress, der motivierend wirkt und solchen, der krank macht. Letzterer ist häufig die Folge eines Mobbings. Als Mobbing wird das längerfristige, systematische Schikanieren eines Arbeitnehmers bezeichnet. Dieser fühlt sich psychisch unter Druck gesetzt und leidet zudem unter der Benachteiligung und Ausgrenzung. Findet er keine Lösung zu diesen Problemen, leidet seine Leistungsfähigkeit. Wer gemobbt wird, kann krank werden.

Mobbing am Arbeitsplatz

Anfangs versuchen die Betroffenen meist, die Angriffe zu übersehen und die Arbeit weiterhin diszipliniert zu erledigen. Auf Dauer kommt es allerdings zu einem Stresslevel, dem die Benachteiligten nicht gewachsen sind. Viele Arbeitnehmer lassen sich krankschreiben, um neue Kräfte zu tanken. Dabei übersehen sie, dass dies keine Lösung des Problems sein kann. Vielmehr ist es wahrscheinlich, dass die Fehlzeiten von den Schikanierenden als erste Siege gefeiert werden und diese gleichzeitig Anreiz für weitere Provokationen sind.

Aus welchen Gründen entsteht Mobbing?
Damit die richtige Reaktion des Betroffenen erfolgen kann, muss geklärt werden, welche Arten von Mobbing es gibt und welche Ziele sie verfolgen.

Mobbing durch Kollegen

In den meisten Fällen werden Gemobbte von ihren Kollegen schikaniert. Häufig ist Neid die Ursache. Der Betroffene befindet sich in einer lukrativen Position, findet beim Chef öfter Gehör als andere Mitarbeiter oder er hat eine Auszeichnung erhalten. Für die Schikanierenden ist das Mobben eine Art von Machtspiel. Dem Gemobbten soll ein Schaden zugefügt werden, damit die Schikanierenden sich besser fühlen. Umgangssprachlich nennt man so ein Verhalten Gehässigkeit. Letztlich will man den Betroffenen aus dem Unternehmen drängen, um selbst in dessen Position zu gelangen. Hier gilt es, zunächst das Selbstwertgefühl aufzubauen.

Mobbing durch Vorgesetzte (Bossing)

Auch einige Vorgesetzte nehmen Arbeitnehmer gezielt ins Visier und schikanieren sie. Dabei kann es sich um langsam arbeitende Mitarbeiter handeln oder um solche, die ihre Rechte offen ansprechen beziehungsweise aus sonstigen Gründen nicht ins Unternehmensschema passen. Sie verfolgen das Ziel, dass der Betroffene von allein kündigt, ohne dass dem Unternehmer hierdurch ein finanzieller Schaden entsteht. Man spricht vom Bossing.

Auswirkungen von Mobbing

Arbeitnehmer, die gemobbt werden, leiden häufig unter

  •  Einschlafproblemen
  • Durchschlafproblemen
  • Konzentrationsstörungen
  • Magen-Darm-Problemen
  • Angstzuständen
  • Unruhezuständen
  • Herzerkrankungen
  • Burnout
  • und eventuell Selbstmordgedanken

Diese Probleme schaden den Betroffenen selbst, dem Zusammenleben mit der Familie und dem Umfeld sowie der Wirtschaft. Um sie zu vermeiden, sollten Gemobbte bereits im Anfangsstadium aktiv werden.

Hilfe bei Mobbing

Bemerken Arbeitnehmer gezielte Mobbingattacken, sollten sie ihr Arbeitsumfeld zunächst nach ungelösten Konflikten untersuchen. Eine sachliche Aussprache mit den Schikanierenden ist dienlich. Wer sich allein nicht traut, kann Nichtbeteiligte zur Unterstützung heranziehen. Beweise müssen gesammelt und dokumentiert werden. Letztlich wird die Vertrauensperson oder der Betriebsrat informiert.

Wer keine Konfliktlösung herbeiführen kann, sollte über eine Kündigung nachdenken.

Professionelle Hilfe und weitere Informationen finden betroffene Arbeitnehmer bei regionalen Beratungsstellen und unter folgenden Links:

Wirtschaftskammer Österreich:

https://www.wko.at/Content.Node/Service/Arbeitsrecht-und-Sozialrecht/Arbeitsrecht/Gleichbehandlung/Mobbing_am_Arbeitsplatz.html

Arbeiterkammer:

http://www.arbeiterkammer.at/beratung/arbeitundrecht/Arbeitsklima/Mobbing.html

 

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