Richtiges Verhalten auf Firmenfeiern

Firmenfeier

Es gibt einige Feiern, auf denen es die Gesellschaft akzeptiert, ein wenig über die Stränge zu schlagen: Ein Junggesellenabschied, eine Feier zur bestandenen Matura oder die Siegesfeier der Sportmannschaft. Doch eine Firmenfeier gehört nicht zu diesen feucht-fröhlichen Anlässen. Es geht nicht darum, diesen Abend zu genießen, sondern am nächsten Arbeitstag in die Firma gehen zu können, ohne dass hinter dem Rücken getuschelt oder gar der Kopf geschüttelt wird. Wir haben die vier wichtigsten Probleme und Fallstricke im Folgenden zusammengefasst.

 

1. Was zieht man an?

Generell gilt: Das, was man sonst auch trägt, aber 20% besser. Mit sportlich-elegant liegt keiner daneben. Ein frisches und gebügeltes Hemd ist besser als ein zerschlissener Anzug, und ein moderner, wenn auch schlichter Hosenanzug wird besser stehen als ein Kleid, das man einmal zur Hochzeit der Großcousine getragen hat. Im Zweifelsfall fragen Sie sich einfach: Was würde ein Politiker oder eine Politikerin in einer lockeren Talk-Show im Fernsehen tragen? Irgendetwas, indem sie gleichzeitig seriös und jugendlich wirken, oder? Damit liegen Sie niemals falsch. Was gar nicht geht, sind aufreizende Kleider oder ein schrilles Make-Up; auch Kleidungsstücke, die einfach nicht altersgemäß sind, sind ein No-Go.
Egal wie gut Sie in Form sind, ab einem gewissen Alter zeigt man einfach nicht mehr die Waden her.

 

2. Über was unterhält man sich?

Nicht über Politik oder Religion. Auch über nichts zu Privates. Jemand, der auf einer Firmenfeier die Gelegenheit nutzt, sich seinen Liebeskummer von der Seele zu reden, wird seltsam beäugt werden. Es wird auch nicht zu Ihrem Vorteil ausgelegt, wenn Sie die Gelegenheit nutzen, dem Chef deutlich zu machen, dass Sie der einzige in der Abteilung sind, der überhaupt etwas arbeitet. Beschränken Sie sich auf Small-Talk, bleiben Sie dezent, lästern Sie nicht, sprechen Sie nicht zu laut und bedenken Sie auch immer, mit wem Sie da über etwas reden.

 

3. Wie viel sollte man trinken?

Das ist ein heikles Thema. Lehnt man Alkohol rundheraus ab, gilt man schnell als Miesepeter. Aber wer dem Alkohol zu sehr zuspricht, hat auch schnell einen schlechten Ruf. Wenn Ihnen Alkohol überhaupt nicht schmeckt und Sie kein Freund von ihm sind, sagen Sie das und es wird jeder verstehen. Ansonsten gilt: In Maßen, auch wenn Sie dazu aufgefordert werden. Es reicht oft bei einer Runde nur zu nippen. Spötter werden sagen, Sie hielten sich den ganzen Abend am Glas fest, aber es ist wichtig, seine Grenzen zu kennen.

 

4. Was tun, wenn der Chef das „Du“ anbietet oder sonst zu vertraulich wird?

Sollte Ihnen der Chef zu vorgerückter Stunde und bei erhöhtem Blutalkoholspiegel das „Du“ anbieten, machen Sie am besten keine große Sache draus. Gehen Sie am nächsten Arbeitstag davon aus, dass er wieder zu einem professionellen Arbeitsverhältnis mit Ihnen zurückkehren möchten, und halten Sie ihm das nicht vor. Sollte er Sie am nächsten Arbeitstag tatsächlich duzen, können Sie immer noch entscheiden, ob Sie das Du nun annehmen wollen oder nicht.
Sollte es in der Hitze des Abends zu irgendeiner Form von sexueller Annäherung kommen, bedenken Sie bitte, dass so etwas die spätere Zusammenarbeit enorm erschweren kann und unter Umständen den Verbleib in der Firma unmöglich macht. Solche schwerwiegenden Entscheidungen trifft man besser mit einem klaren Kopf.

 

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