Sex im Büro?

Was haben die Disco, der Freundeskreis und der Arbeitsplatz gemeinsam? Dort lernen sich die meisten Paare kennen bzw. lieben. Laut einer Studie lernt jeder zehnte Deutsche seinen Partner im Büro kennen, und das trifft wohl auch auf Österreich zu.

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Das Büro als Partnerbörse mit hoher Erfolgswahrscheinlichkeit?

Naja: Oft trennen sich Arbeitskollegen so schnell wieder, wie sie sich verliebt haben. Und dann ist die weitere Zusammenarbeit – je nach Trennungsgrund – nicht selten schwierig bis unmöglich. Die große Liebe finden dann doch nur wenige am Arbeitsplatz, Sex im Büro ist dagegen keine Seltenheit. Nicht umsonst kennt wohl jeder den Begriff „hochschlafen“ – in einer Forsa-Umfrage gibt jeder 10. Deutsche unter 30 Jahren an, dass er bereit wäre, zu Karrierezwecken mit der Chefin zu schlafen. Die Umfrage verrät auch, dass bereits 8 Prozent Sex im Büro hatten, rund 30 Prozent schließen dies zumindest nicht aus.

Liebe unter Kollegen, geht das?

Arbeitsrechtlich betrachtet kann der Chef seinen Mitarbeitern eine Beziehung nicht verbieten, allerdings kann eine solche rasch zu unprofessionellem Verhalten führen. Ein Paar, das sich am Arbeitsplatz küsst, Händchen hält oder sich lange in einer Ecke unterhält und dadurch die Arbeit vernachlässigt, kann vom Chef abgemahnt werden. Der Arbeitsrechtler Ulf Weigelt erklärt, dass einer der beiden in ein anderes Team oder einen anderen Raum versetzt werden kann – allerdings nur in einer gleichwertigen Position und mit derselben Tätigkeit wie davor. Wenn dies und mehrere Abmahnungen nichts helfen und die Arbeit weiterhin aufgrund der Beziehung zu einem Kollegen oder einer Kollegin nachweislich vernachlässigt wird, riskiert man sogar eine Kündigung.

Sex mit dem Chef?

Abgesehen davon, wirbelt eine sexuelle Beziehung zwischen zwei Kollegen oft gehörig Staub im Büro auf – es gibt Gerüchte, es wird getratscht … das kennt man ja. Besonders, wenn eine Führungskraft eine Beziehung mit einem Angestellten eingeht, erregt dies oft Missgunst und Neid unter den anderen Mitarbeitern. Der deutsche Arbeitspsychologe Tim Hagemann weiß: Das führt sehr schnell zum Vorwurf, der jeweilige Mitarbeiter werde bevorzugt. Wer das Gefühl hat, hinter seinem Rücken werde über einen geredet oder gar hergezogen, sollte offen damit umgehen und das Gespräch suchen, rät Konfliktmanagerin Viola Moritz. Man sollte klar mitteilen, auch weiterhin unabhängig und unbeeinflusst vom Partner zu arbeiten und diesen nicht zu bevorzugen. Meist löst sich dieses Problem allerdings quasi von selbst: Eine Liaison unter Arbeitskollegen hält selten lange – laut Forsa-Umfrage fanden nur 5 Prozent der Befragten im Büro die Liebe fürs Leben.

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