Von Nervensägen und Heißläufern – wie man mit seinen Arbeitskollegen auskommt

Von der Mimose über den Besserwisser bis zum Intriganten – in einem großen Büro kommen fast alle Typen zusammen – und müssen doch irgendwie miteinander auskommen. Man kann den besten und interessantesten Job haben – wenn man sich mit seinen Kollegen nicht versteht, verdirbt einem das sehr schnell die Freude an der Arbeit. Immerhin verbringt ein Angestellter in Vollzeit rund 2.000 Stunden im Jahr mit seinen Arbeitskollegen.

Von Nervensägen und Heißläufern

Natürlich ist man nicht immer gut drauf, manchmal hat man einfach schlechte Laune und kann diese nicht ganz verbergen. Es ist allerdings ein Unterschied, ob diese Launen ab und zu vorkommen oder ob jemand Un- bzw. Eigenarten hat, die seine ganze Umgebung negativ und dauerhaft beeinflussen. Das reicht vom Eigenbrötler, der wichtige Informationen nicht weitergibt, über den Schleimer, der sich vor dem Chef wichtig machen will, bis zum Intriganten, der wohl einer der gefährlichsten Vertreter der Gattung „nervige Kollegen“ ist. Er geht sprichwörtlich „über Leichen“ und schreckt nicht davor zurück, Kollegen zu seinem Vorteil schlecht zu machen. Zum Beispiel, indem er dem Chef mitteilt, die neue Projektleiterin sei komplett überfordert oder der Lehrling komme immer zu spät und arbeite ungenau, obwohl er klare Anweisungen von ihm erhalte.

Was kann man tun, um auch mit solchen Kollegen auszukommen? Was sicher nicht hilft, ist sie zu ignorieren – ein Besserwisser hört nicht von allein auf, sich in andere Angelegenheiten einzumischen und jedem seine Meinung aufzwingen zu wollen, der Arbeitsscheue wird weiterhin Wege finden, sich vor der Arbeit zu drücken, und der Choleriker denkt nicht von selbst darüber nach, ob er vielleicht doch nicht wegen jeder Kleinigkeit einen Wutanfall bekommen soll. Am besten ist es also in einem ersten Schritt, den jeweiligen Kollegen damit zu konfrontieren. Auch wenn das unangenehm ist – hat man das Gefühl, dass diese Verhaltensweise(n) für die Zusammenarbeit schädlich sind oder diese sogar unmöglich machen, muss eine klare Aussprache her. Dabei gilt: Sachlich bleiben und nicht emotional oder gar ausfällig werden! Bringt das Gespräch auch nach dreimaligem Anlauf kein zufriedenstellendes Ergebnis, sollte man sich mit dem Problem an seinen Chef wenden.

Grundsätzlich gilt beim Umgang mit Kollegen: Verhalten Sie sich ihnen gegenüber so, wie Sie selbst behandelt werden möchten. Oft verbirgt sich hinter den nervigen Verhaltensweisen eine große Unsicherheit, die durch einen sachlichen und kollegialen Umgang verschwinden kann.

Tipp: Hilfe bei Mobbing am Arbeitsplatz erhalten Sie auch bei der Arbeiter- und der Wirtschaftskammer!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *